„Marte Meo“ leitet sich von den lateinischen Begriffen „mars martis“ ab und bedeutet sinngemäß „etwas aus eigener Kraft“ möglich machen.

Die Marte Meo Methode zeichnet sich durch Vermittlung von Informationen anhand von Videobildern aus. Im Rahmen einer planvollen Kommunikation werden gezielt Entwicklungsprozesse bei Kindern und Eltern ermöglicht.
Die Methode kann in den unterschiedlichsten psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern, insbesondere jedoch im Bereich der Jugendhilfe eingesetzt und genutzt werden.

1. Kennen lernen und Einführung in die Marte Meo Methode 
  • Sammlung von als problematisch wahrgenommenen Situationen.

2. Erstellung von 2 Diagnosefilmen
  • In 2 alltäglichen und typischen Situationen werden Aufnahmen gemacht.
 
3. Analyse der Diagnosefilme
  • Anhand ausgewählter Checklisten erfolgt eine Interaktionsanalyse. Dabei werden die Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Kommunikationsstrukturen aller Beteiligten sichtbar.

4. Review/Nachbearbeitung mit den Eltern
  • Anhand ausgewählter Bilder werden Stärken erkannt, aktiviert und können so gezielt genutzt und weiterentwickelt werden. 
  • Es werden entwicklungsförderliche Kommunikationsaspekte betont. 
  • Unter Verwendung von positiven Bildern werden die schönen Momente „unterstrichen“, besprochen und hervorgehoben. 
  • Die Eltern werden animiert „davon mehr“ zu probieren.

 
5. Erstellung eines Folgefilms
  • Unter Berücksichtigung der im Review festgelegten Arbeitspunkte wird eine weitere Situation erneut filmisch dokumentiert.

6. Detaillierte Interaktionsanalyse mit dem Focus auf
  • Atmosphäre • Soziale Aufmerksamkeit 
  • Unterstützung von Interaktion und Sprache 
  • Sozialkompetenz 
  • Sicherheit und Selbstvertrauen 
  • Positives Leiten 

7. Review/Nachbearbeitung mit den Eltern

Die Punkte 5 bis 7 wiederholen sich im therapeutischen Prozess mehrfach, insgesamt ist mit einer Zeitspanne von sechs Wochen zu rechnen.

Marte Meo findet in der hier vorgelegten Konzeption in Form eines aufsuchenden Angebotes statt. Die vertrauten Bezüge von Eltern und Kindern werden als Basis für angestrebte Veränderungen genutzt.
Die Kraft der Bilder dient in der Marte Meo Methode dem Erkennen blockierter Entwicklungsprozesse, den Eltern können auf dieser Basis konkrete und einfach formulierte Informationen gegeben werden.

Marte Meo

nutzt die Kraft der Bilder;
Beteiligte erhalten „Ein-Blicke“ in Interaktions– und Kommunikationsabläufe, die ihnen konkrete Informationen für das alltägliche Miteinander geben.

macht Informationen sichtbar;
Die gewonnenen Informationen zeigen, wie konkrete und praxisnahe Hilfe einfach in den alltäglichen Umgang mit Kindern, Jugendlichen, behinderten und alten Menschen integriert werden kann.

ist an Ressourcen orientiert;

Durch das Zeigen der „guten Bilder“ werden vorhandene Ressourcen bewusst und helfen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gezielt zu nutzen oder neu zu entwickeln.