Projekte zur  Elternqualifizierung

Anti-Gewalt und Deeskalationstraining

Das Anti-Gewalt und Deeskalationstraining ist als Kompetenztraining für Eltern ausgelegt.

Die Teilnehmer/-innen lernen Techniken kennen, die bei auftretenden Konflikten zur Konfliktlösung genutzt werden können. Ebenso werden spezielle Fragestellungen zum Umgang mit Gewalt aufgegriffen und unter Zuhilfenahme unterschiedlicher methodischer Verfahren thematisiert.

Die Teilnehmer/ -innen lernen die Bedeutung des verbalen Austausches kennen und werden hierzu ermutigt. Ebenso geht es darum, eigenes gewaltförderndes Verhalten bewusst zu machen, um darüber zu einer differenzierten Betrachtungsweise für die Ursachen und Auslöser von Gewalt zu kommen.

Durch die Anwendung verschiedener Gesprächstechniken bieten wir Beispiele für einen möglichen Austausch zwischen Eltern und Jugendlichen zu Hause.

Die Teilnehmer/ -innen sollen erfahren, dass es hilfreich und in bestimmten Situationen auch notwendig ist, erzieherische Fragen nicht ausschließlich familienintern zu klären. Der Austausch mit Fachkräften und Beratungsprofis soll als entlastend und hilfreich vorgestellt werden .

 

  

„Erziehungsideen für Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern mit und ohne ADHS-Symptomatik“

Allgemeines (1. und 2. Termin)

1. Kennen lernen und Einführung in die Thematik

  • Kennen lernen der Teilnehmer untereinander
  • Erfahrungen zu Freud und Leid mit den Kindern
  • Grundlage der förderlichen Erziehung: positives Klima gestalten – feste Strukturen schaffen – unerwünschte Verhaltensweisen vermindern
  • Ablauf des Elterntrainings und Organisatorisches

2. Wo liegt das Problem?

  • Sammlung von als problematisch wahrgenommenen Situationen
  • Einordnung von problematischen Situationen nach Änderbarkeit und Wichtigkeit für die Erziehungsziele
  • Teufelskreise und Eskalationen erkennen und unterbrechen 


ADHS: unruhige Kinder und ihre Sorgen (3. Termin)

3. ADHS: Information und Diskussion

  • Symptome
  • Verlauf
  • Mögliche Ursachen
  • Sinnvolle Therapien

Feste Strukturen schaffen (4. und 5. Termin)

4. Regeln

  • Regeln für Kinder – Regeln für Eltern
  • Regeln durchsetzen, Einhaltung kontrollieren und Rückmeldung geben
  • Familienkonferenzen und Tagespläne als Strukturelemente

5. Aufforderungen

  • Anschauen – Anfassen – Ansprechen und weitere Regeln für wirksame Aufforderungen
  • Erwünschtes Verhalten aufbauen (verhaltenstherapeutische Herangehensweisen)


Unerwünschtes Verhalten vermindern (6. und 7. Termin)

6. Alltägliche Probleme deeskalieren

  • Anziehen, waschen, Zähne putzen
  • Hausaufgaben machen
  • Unordnung, Trödelei
  • Lügen

7. Umgang mit speziellen Problemverhaltensweisen

  • Logische und natürliche Konsequenzen
  • Auszeit, Festhalten, Ignorieren, ...
  • Paradoxe Intervention
  • Bewertung von Strafen 

Ein positives Erziehungsklima gestalten (8. bis 10. Termin)

8. Sich mögen und gut miteinander sprechen

  • Den Kindern das Leben zutrauen: Positive Eigenschaften der Kinder: Stärken und Ressourcen wahrnehmen
  • Gemeinsames Spielen, das Eltern und Kindern Spaß macht
  • Wirksam und fair kommunizieren

9. Das hast Du toll gemacht!

  • Loben und wertschätzen
  • Punktepläne und Belohnungen

10. „Stress lass nach“ – Verabschiedung

  • Stress erkennen und für sich selbst einschätzen
  • Den Druck verringern: Ideen zur Stressvermeidung, und -bewältigung
  • Notfallpläne bei drohender Eskalation 

Bei Bedarf werden einzelne Themen, die bei der Behandlung verschiedener Gebiete wichtig sind, auch in den übrigen Themenblöcken angesprochen (z. B. „Wirksam und fair kommunizieren“).

- Themenverteilung für das Elterntraining mit 10 Terminen à 90 Minuten Dauer -