Konzeptskizze

Schulinternes Training zum Regelbewusstsein

Im schulischen Alltag gerät ein Orientierung bietendes Regelwerk zunehmend in den Focus.
Verschiedene Herkunftsmilieus, unterschiedliche kulturelle Hintergründe sowie ein anhaltender Trend zur Individualisierung oft einhergehend mit einem Mangel an Empathie, stellen gemeinsames Lernen vor erhöhte Anforderungen.
Die Ermöglichung individuellen Erfolges ist immer auch geprägt von Rahmenbedingungen, die sich nicht ausschließlich in materieller Ausstattung, Klassenstärken und Gebäudezustand spiegeln, als wesentlicher Aspekt ist ebenso der jeweilige Umgang Unter- und Miteinander zu sehen.
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf ein förderliches Lernklima gewinnen die Aspekte Regelwahrnehmung, Regelakzeptanz und Regeleinhaltung nicht nur an Bedeutung, sondern werden zu einer grundlegenden Voraussetzung für das Gelingen von Schule, sowohl für Schüler wie auch für Lehrer.

Hiervon ausgehend hat die Idee des „Schulinternen Trainings zum Regelbewusstsein“ folgende Ansatzpunkte für Schüler:

  • Herstellung von Transparenz in Bezug auf die Schulordnung
  • Erarbeitung von gesellschaftlich akzeptablen Umgangsformen
  • Kognitive Auseinandersetzung mit Regeln in Form einer Kosten-Nutzen- Analyse
  • Erfahren von Wirkungen negativen Regelverständnisses in Form von Rollenübungen
  • Individuelles Erleben eines positiven Regelverständnisses
  • Alltagsbezogene Anwendung und Umsetzung des Erlernten 
  • Reflexion dessen
     

Für die Stärkung des Potenzials auf Lehrerseite bedeutet dies:

  • Herstellung von Konsens in Bezug auf das Regelwerk
  • Erprobung und Einübung individueller Möglichkeiten zur Regel-Durchsetzung, Stärke-Schwäche-Analyse
  • Erprobung und Einübung von Möglichkeiten zur Regel-Durchsetzung als Gruppe
  • Alltagsbezogene Anwendung und Reflexion


Das Training wird mit Schülern aus 4 neu aufgenommenen Klassen in 10 Einheiten a 2 Stunden je Klasse durchgeführt.

Für die Lehrer der Stufe sind insgesamt 4 Einheiten angedacht, die sich zeitlich, wie auch in der Gruppenstärke und –zusammensetzung am Bedarf orientieren.

Als flankierende Maßnahmen zur Zielsetzung des „Schulinternen Trainings zum Regelbewusstsein“ ist die Installierung eines Streitschlichtersystems ebenso denkbar wie eine längerfristig angesetzte Begleitung und Srärkung der Lehrer im Umgang mit regelverletzendem Verhalten.